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31.01.2018 - Artikel

Vermittlung von Adoptionen

Nigeria ist nicht Mitgliedsstaat des Haager Übereinkommens über internationale Adoptionen (HAÜ). Grundsätzlich können deutsche Auslandsvertretungen bei der Vermittlung von Adoptionen in solchen Ländern nicht beratend tätig werden. Wir bitten Sie deshalb, sich mit Anfragen zu einer geplanten Adoption an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder die zuständigen Landesjugendämter zu wenden, die als zentrale Adoptionsstellen der Bundesländer fungieren. 

Anerkennung eines nigerianischen Adoptionsurteils

Sollte bereits ein nigerianisches Adoptionsurteil vorliegen und die Annehmenden z.B. beabsichtigen, einen deutschen Reisepass für das Adoptivkind zu beantragen, so muss in jedem Einzelfall geprüft werden, ob die ausländische Adoption nach §§ 108, 109 FamFG (Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit) inzident anerkannt werden kann. Bei der Frage der Anerkennungsfähigkeit hat jede beteiligte Behörde selbständig in eigener Zuständigkeit zu prüfen, inwiefern die ausländische Adoption anerkennungsfähig ist. Unter Berücksichtigung des mangelhaften Urkundswesen in Nigeria, das zur Einstellung der Legalisation geführt hat, ist in Nigeria nicht davon auszugehen, dass eine solche Prüfung ohne größere Schwierigkeiten möglich ist. Trotz bestehender Adoptionsgesetze halten sich die hiesigen Gerichte nicht immer an die Verfahren bzw. es werden Fehler gemacht oder einige Aspekte nicht ausreichend einbezogen. Das Generalkonsulat Lagos und die Botschaft Abuja behalten sich deshalb vor, eine inzidente Anerkennung zu verweigern und auf ein Anerkennungs- und Wirkungsfeststellungsverfahren nach § 2 AdWirkG (Adoptionswirkungsgesetz) zu verweisen. Dieses Verfahren bringt den Vorteil mit sich, dass die Anerkennung sowie die Wirkungen der ausländischen Adoptionsentscheidung ein für alle Mal und für alle deutschen Behörden bindend festgestellt werden.

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Adoption

Nach den Regelungen des deutschen Staatsangehörigkeitsgesetzes kann ein minderjähriges Kind durch die Adoption durch eine(n) Deutsche(n) die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben. 

Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass es sich um eine nach deutschen Gesetzen wirksame Annahme als Kind handelt. Ob durch eine ausländische Adoption die deutsche Staatsangehörigkeit vermittelt wird und daher ein deutscher Pass ausgestellt werden kann oder aber das Kind weiterhin Ausländer bleibt und somit nur ein Visum in Frage kommt, ist von den Wirkungen der ausländischen Adoption abhängig. In diesem Zusammenhang ist zu klären, ob es sich um eine Volladoption, eine starke bzw. schwache aber gleichwertige oder um eine schwache und nicht gleichwertige Adoption handelt. Nur Volladoptionen und starke bzw. gleichwertige Adoptionen können grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit vermitteln. Dies wird beispielsweise im Rahmen des oben erläuterten Anerkennungs- und Wirkungsfeststellungsverfahren gem. § 2 AdWirkG festgestellt. Nur, wenn eine solche voll- und gleichwertige Adoption vorliegt, kommt die Ausstellung eines deutschen Reisepasses in Betracht.

Ein Visum kann unter bestimmten Voraussetzungen ausgestellt werden, wenn das Kind durch die Adoption die deutsche Staatsangehörigkeit nicht erworben hat, z. B. weil es sich um eine schwache und nicht gleichwertige Adoption handelt. Eine Visumerteilung kann außerdem  in Frage kommen, wenn die Adoption noch nicht ausgesprochen wurde und das Kind zum Zwecke der Adoption nach Deutschland einreisen soll. Hierzu sollte möglichst vorab Kontakt zur Visastelle des Generalkonsulats und der zuständigen und am Verfahren beteiligten Ausländerbehörde aufgenommen werden um den Einzelfall zu erörtern

Grundsätzliches

Sie haben im Rahmen Ihres Deutschlandbesuchs Waren für den persönlichen Bedarf erworben und möchten sich aufgrund Ihres Wohnsitzes in Nigeria die Mehrwertsteuer hierfür erstatten lassen? 

Die Rückerstattung kann gewährt werden, wenn

  • der Käufer außerhalb der Europäischen Union seinen Wohnort hat und
  • die Waren innerhalb von drei Monaten nach Kauf ausgeführt werden und
  • die Ausfuhr der Waren im persönlichen Reisegepäck erfolgt und
  • es sich um Waren für den privaten Bedarf des Käufers handelt.

Der Wohnort ist der Ort, an dem der Käufer für längere Zeit eine Wohnung genommen hat und der als der örtliche Mittel­punkt seines Lebens anzusehen ist. Als Wohnort in diesem Sinne gilt in aller Regel der Ort, der im Pass eingetragen ist. Der Wohnort kann jedoch auch mit anderen Unterlagen (z.B. ausländischer Aufenthaltserlaubnis, Ein- und Ausreisestempel, etc.) nachgewiesen werden. 

Die Waren müssen sich bei der Ausfuhr im persönlichen Reisegepäck, d.h. Hand- oder Fluggepäck befinden. Die Versendung der Ware durch einen Spediteur, durch Bahn oder Post oder durch einen sonstigen Frachtführer erfüllt diese Voraussetzung nicht.

Ein Fahrzeug, seine Bestandteile und sein Zubehör sind in keinem Fall persönliches Reisegepäck. Lieferungen von Waren, die zur Ausrüstung oder Versorgung eines privaten Beförderungsmittels (z.B. Pkw, Kombiwagen, Sportboot, Segelyacht, Flugzeug) dienen, sind von der Steuerbefreiung für Ausfuhrlieferungen im nicht kommerziellen Reiseverkehr ausgeschlossen.

Die Ware darf außerdem nicht für unternehmerische Zwecke bestimmt sein.

Bitte informieren Sie bereits den Verkäufer in Deutschland darüber, dass Sie die Rückerstattung der Mehrwertsteuer beantragen werden und lassen Sie von diesem das entsprechende Antragsformular zur Erstattung ausfüllen.

Ausfuhrbescheinigung durch den deutschen Zoll

Um eine kostenfreie Ausfuhrbescheinigung von Seiten des deutschen Zoll zu erhalten, legen Sie die gekauften Waren bitte zusammen mit Ihrem Reisepass und Ihrem Flugticket der örtlichen Zollstelle am deutschen Flughafen vor. An den allermeisten deutschen und europäischen Flughäfen bietet der Zoll das Ausstellen von Ausfuhrbescheinigungen für Waren im Handgepäck und im aufzugebenden Fluggepäck an.

Ausfuhrbescheinigungen für Waren im Handgepäck werden vom Zoll an den Flughafen ausgestellt, an dem die Europäische Union endgültig verlassen wird (evtl. nach dem Umsteigen). 

Für Ausfuhrbescheinigungen für Waren im Fluggepäck lassen Sie Ihr aufzugebendes Reisegepäck mit der Ware, die zur Ausfuhr bestimmt ist, zunächst am Schalter der Luftverkehrsgesellschaft mit einem Gepäckanhänger versehen. Führen Sie anschließend dieses Gepäck dem Zoll zur Erteilung der Ausfuhrbescheinigung vor. Anschließend wird das Gepäck aufgegeben und zu Ihrem Zielflughafen durch befördert.

Die vom Zoll erteilte Ausfuhrbescheinigung ist kostenfrei. Das vom deutschen Zoll abgestempelte Formular übersenden Sie anschließend an die vom Verkäufer auf dem Formular angegebene Adresse. Achtung: Die Ausfuhr muss innerhalb von drei Monaten nach dem Kauf erfolgen!

Bitte beachten Sie, dass eine Erstattung der Mehrwertsteuer ohne Vorlage einer Ausfuhrbescheinigung nicht möglich ist; ebenso wenig besteht eine gesetzliche Verpflichtung des Händlers hierzu.

Für weitergehende Informationen setzen Sie sich bitte unmittelbar mit dem deutschen Zoll in Verbindung: www.zoll-online.de

Ausfuhrbescheinigung durch die deutsche Auslandsvertretung

In begründeten Ausnahmefällen kann eine Ausfuhrbescheinigung auch durch die zuständige deutschen Auslandsvertretung vorgenommen werden, sofern nachgewiesen wird, dass die Einholung einer Ausfuhrbescheinigung beim deutschen Zoll nicht möglich war und die Ausfuhr der in Deutschland erworbenen Waren innerhalb von drei Monaten erfolgt ist.

An den allermeisten deutschen und europäischen Flughäfen bietet der Zoll auch das Ausstellen von Ausfuhrbescheinigungen für Waren im aufgegebenen Fluggepäck an. Hierfür lassen Sie Ihr aufzugebendes Reisegepäck mit der Ware, die zur Ausfuhr bestimmt ist, zunächst am Schalter der Luftverkehrsgesellschaft mit einem Gepäckanhänger versehen. Führen Sie anschließend dieses Gepäck dem Zoll zur Erteilung der Ausfuhrbescheinigung vor. Anschließend wird das Gepäck aufgegeben und zu Ihrem Zielflughafen durchbefördert. Sie können die Ausfuhrbescheinigung für die im aufzugebenden Fluggepäck befindliche Ware daher auch dann bereits erhalten, wenn Sie an einem anderen Flughafen innerhalb der Europäischen Union noch einmal umsteigen müssen.

Da dieses Verfahren innerhalb der EU etabliert ist, begründet allein die Tatsache, dass sich ausgeführte Ware im Fluggepäck befunden hat, keine Ausnahme, aufgrund derer die zuständige Auslandsvertretung ersatzweise eine Ausfuhrbescheinigung ausstellen darf.

Möchten Sie eine solche Ausnahme geltend machen, bedarf es ggf. zusätzlicher Nachweise, weswegen es nicht möglich war, die gewünschte Ausfuhrbescheinigung vom Zoll am Abflughafen zu erhalten.

Für die Ausstellung einer Ausfuhrbescheinigung legen Sie bitte folgende Dokumente bei Ihrer persönlichen Vorsprache nach erfolgter Terminbuchung an der Botschaft oder am Generalkonsulat vor:

  • Deutscher Reisepass und ggf. weitere Nachweise, aus denen hervorgeht, dass kein Inlandswohnsitz besteht
  • Ausgefülltes Erstattungsformular
  • Originalrechnung, die auf Sie persönlich adressiert ist
  • sämtliche Waren/Gegenstände, für die eine Ausfuhrbescheinigung gewünscht wird (die Waren müssen eindeutig mit den auf der Rechnung aufgeführten Gegenständen identifizierbar sein. Dies ist regelmäßig nur bei Vorlage von originalverpackter, unbenutzter Ware möglich!) 

Bitte beachten Sie, dass pro Rechnung eine eigene Ausfuhrbescheinigung ausgestellt werden muss und für jede Ausfuhrbescheinigung eine Gebühr in Höhe von EUR 25,- erhoben wird. Der Betrag ist bei Vorsprache zum jeweils aktuellen Wechselkurs der Auslandsvertretung in Landeswährung bar zu entrichten.

Sind Sie unsicher, ob Ihnen eine Ausfuhrbescheinigung ausgestellt werden kann, können Sie sich jederzeit vorab telefonisch oder per E-Mail an die für Sie zuständige Auslandsvertretung wenden.

Hinweis: Ausfuhrbescheinigungen zur Rückerstattung der Umsatzsteuer für nicht in der Bundesrepublik Deutschland gekaufte Waren können von den deutschen Auslandsvertretungen nicht erteilt werden, da die anderen Mitgliedstaaten der EU keine Ersatzbestätigung deutscher Auslandsvertretungen als Ausfuhrnachweis anerkennen.

Der Internet- und Vorauszahlungsbetrug ist ein kriminelles Geschäftsmodell, bei welchem die Täter eine Vielzahl von E-Mails (teilweise auch Briefe und Faxe) versenden, in denen die Adressaten – meist aus Westeuropa oder den USA – zu Geldzahlungen aufgefordert werden. Leider sind derartige Betrugsmaschen („419 fraud“) der sog. Nigeria Connection in Nigeria sehr verbreitet, weshalb die Botschaft und das Generalkonsulat zu erhöhter Vorsicht aufrufen.

Wie gehen die Betrüger vor?

Das Betrugsmuster ist weitestgehend identisch, auch wenn die Geschichten immer wieder in abgewandelter Form präsentiert werden: In nahezu allen Fällen wird vom Opfer eine Art „Vorschuss“ verlangt/erbeten, bevor eine konkrete Leistung erbracht wird. Dabei werden finanzielle Engpässe vorgetäuscht oder es wird behauptet, die Gebühr sei notwendig um bestimmte Dokumente zu beschaffen, die Freigabe von Waren zu erreichen oder Offizielle zu bestechen. Der gezahlte Vorschuss wird in der Regel weder zurückgezahlt noch die versprochene Leistung erbracht. Vielmehr noch werden in der Regel weitere Vorschüsse gefordert.

Die Täter schrecken auch nicht davor zurück, Fälle von persönlicher Not/Gefangenschaft vorzutäuschen, um das Mitleid und die finanzielle Unterstützung der Adressaten zu erhalten. Zumeist geben sich die Täter als in Westafrika lebende westeuropäische oder amerikanische Staatsbürger aus und schicken als „Beweis“ gefälschte Pässe, die mit Photoshop bearbeitet wurden. Oft behaupten sie, seriöse und gesellschaftlich angesehene Persönlichkeiten/Geschäftsleute zu sein, welche im Auftrag oder mit Billigung hochrangiger nigerianischer Staatsangehöriger handeln. Nicht selten werden hierfür gefälschte Schreiben, Fotos, etc. vorgelegt. Bei sogenannten „Love Scams“entsteht der erste Kontakt meist auf Dating-Webseiten. Es wird zunächst ein enger E-Mail-Kontakt mit dem Adressaten gepflegt, der zur Entstehung einer (scheinbaren) Liebesbeziehung und in einigen Fällen sogar zu einem (scheinbaren) Heiratsentschluss führt.

Die Geldtransfers werden fast ausnahmslos über Western Union, Moneygram, o.ä. erbeten, da diese Art der Geldversendung die Möglichkeit bietet, Bargeld innerhalb von Minuten von einem Ort der Welt zu einem anderen zu überweisen. Der Empfänger benötigt zur Entgegennahme des Geldes nicht einmal ein eigenes Konto. Überwiesene Beträge werden nicht für den vorgegebenen Zweck verwendet, sondern von den Tätern unterschlagen und für eigene Bedürfnisse ausgegeben. Eine Möglichkeit, das Geld zurückzuerlangen, besteht in aller Regel nicht.

Folgende Fallkonstellationen wurden bereits an das Generalkonsulat herangetragen bzw. kommen besonders häufig vor:

  • Es wird vorgegeben, dass zur Ausreise eine besondere Ausreiseerlaubnis oder eine medizinische Untersuchung nötig ist, für die mehrere hundert Euro veranschlagt werden. Oftmals werden auch übertrieben hohe Visumgebühren oder Flugpreise angegeben, die nicht der Wahrheit entsprechen.
  • Es wird vorgegeben, dass eine finanzielle Unterstützung für dringend (lebens-)notwendige Krankenhausaufenthalte oder Operationen unumgänglich ist, da sonst keine medizinische Behandlung erfolgen kann.
  • Es wird vorgegeben, dass Passdokumente als Kaution in einer Unterkunft/Hotel einbehalten werden und Herausgabe erst erfolgt, wenn die Unterkunftskosten/Hotelrechnung beglichen wurden.
  • Adressaten werden hohe Provisionen oder andere finanzielle Vorteile in Aussicht gestellt, wenn sie durch Übernahme von Überweisungs- und Anwaltsgebühren dabei helfen, angebliche Unternehmensgewinne oder Erbschaften in Millionenhöhe auf Auslandskonten zu transferieren
  • In Aussicht gestellte Bauprojekte, öffentliche Ausschreibungen, Investitionsvorhaben oder bisweilen sehr spezifische Geschäftsmodelle, welche auf den ersten Blick durchaus in das Spektrum der in Deutschland angeschriebenen Person oder des Unternehmens passen, in Wirklichkeit aber nicht existente Phantasieprodukte der Täterseite sind.

Für alle Fallbeispiele gilt, dass sie durchaus auch von Ihnen tatsächlich bekannten Personen ausgehen können, welche Sie etwa bei einer Urlaubs- oder Geschäftsreise kennengelernt haben.

Vor allem, wenn Sie Ihr Gegenüber jedoch noch zu keiner Zeit persönlich getroffen haben und quasi „zufällig“ kontaktiert worden sind, so sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen.

Wie können Sie sich schützen?

  • Sollten Sie ein Schreiben oder eine E-Mail erhalten und den Verdacht haben, dass es sich um einen „419-Fall“ handelt, vermeiden Sie es, mit den Absendern in weiteren Kontakt zu treten.
  • Tätigen Sie bei geschäftlichen Transaktionen keinerlei Geldzahlungen/ Vorauszahlungen/Überweisungen ohne konkrete Gegenleistungen und funktionierende Sicherungen
  • Geben Sie auf keinen Fall persönliche oder geschäftliche Daten bekannt, insbesondere keine Konto- und Kreditkartennummern.
  • Vereinbaren Sie keinerlei Treffen – weder im Ausland noch in Deutschland, da die Gefahr von Entführung oder Erpressung besteht.
  • Klären Sie Freunde und Bekannte über die Betrugsmasche auf.

Was können Sie tun, wenn Sie schon Geldbeträge transferiert haben?

Das Generalkonsulat kann leider weder die Existenz oder Identität von Personen, Firmen oder Adressen, noch die Echtheit von übermittelten Dokumenten oder Identitätspapieren überprüfen. Die einzige Möglichkeit, gegebenenfalls Ermittlungen im Ausland zu erreichen, ist daher zunächst die Erstattung einer Strafanzeige bei der für Ihre Wohnadresse zuständigen, örtlichen Polizeidienststelle in Deutschland. Dieses leitet dann, je nach Einschätzung des Sachverhaltes, eine entsprechende Auslandsanfrage an das Bundeskriminalamt weiter, welches über Interpol oder auch über eigene Verbindungsbeamte Möglichkeiten hat, im Ausland Ermittlungen zur Identifizierung und Bestrafung der Täter bzw. im Ausnahmefall zur (teilweisen) Wiederbeschaffung der betrügerisch erlangten Gelder in Gang zu setzen.

Die Erfolgsaussichten sind hier allerdings abhängig von den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Leistungsfähigkeit der Strafverfolgungsbehörden im entsprechenden Staat einerseits, andererseits aber auch von den vorhandenen Ermittlungsansätzen, d.h. den von Ihnen gelieferten Details betreffend die Täter und die getätigten Geldtransfers.

Kontaktadressen

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

15, Walter Carrington Crescent

P.O. Box 72800

Victoria Island, Lagos

Nigeria

Tel.: +234-1-2809966

Fax: +234-1-2809969

Fax: +49-30-181767232

E-Mail: info@lago.diplo.de

Bundeskriminalamt

Webseite: www.bka.de

Sollten Sie Zweifel an der Seriosität eines potentiellen nigerianischen Geschäftspartners haben, können Sie sich jederzeit an die Delegation der Deutschen Wirtschaft oder an die Nigerian-German Business Association wenden:

Delegation der Deutschen Wirtschaft in Nigeria

Plot 1701 Violet Yough Close, House B,

Opp. Protea Hotel, off Adetokumbo Ademola Street

Victoria Island, Lagos

Tel.: +234-1-2700746-7

Fax: +234-1-2700748

E-Mail:info@lagos-ahk.de

Webseite: www.nigeria.ahk.de

Nigerian-German Business Association

Plot 1701 Violet Yough Close, House B,

Opp. Protea Hotel, off Adetokumbo Ademola Street

Victoria Island, Lagos Tel. : +234 (1) 2701548
Fax: +234 (1) 2701549
E-Mail: info@ngba-africa.org
Webseite: www.ngba-africa.org

 

Weitere Informationen zum Thema:

www.polizei-beratung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet

www.polizei-praevention.de www.romancescams.org (englischsprachig)


Betrugsversuche im Namen der deutschen Botschaft / des deutschen Generalkonsulats

Die deutschen Auslandsvertretungen in Nigeria warnen dringend vor Internetbetrügern, die Daten der Deutschen Botschaft in Abuja oder des Deutschen Generalkonsulats nutzen, um Betrugsversuche zu unternehmen!

Bitte beachten Sie daher beim Kontakt zu den deutschen Auslandsvertretungen in Nigeria folgende Grundsätze:

  • Alle Zahlungen an eine der deutschen Auslandsvertretungen müssen in bar vor Ort getätigt werden; Es werden keine Schecks, Überweisungen oder sonstige Onlinezahlungen akzeptiert. Für jede Zahlung wird von der Auslandsvertretung eine entsprechende Quittung ausgestellt.
  • Visa werden nur durch die zuständigen Sachbearbeiter/innen der Auslandsvertretungen ausgestellt.  Es muss in jedem Fall ein Antrag samt antragsbegründenden Unterlagen eingereicht werden und in der Regel eine persönliche Vorsprache nach Terminvereinbarung erfolgen. 
  • Die Leiter der deutschen Auslandsvertretungen richten sich nicht persönlich (per E-Mail, Schreiben oder Telefon) an Visumantragsteller.
  • Die Leiter der deutschen Auslandsvertretungen richten sich nicht persönlich an Personen im Amtsbezirk bezüglich Erbschaften, Jobangeboten, Geldgewinnen oder ähnlichem.
  • Alle von der Botschaft oder vom Konsulat verschickten E-Mails enden entweder auf die Domäne @abuj.diplo.de /@abuj.auswaertiges-amt.de oder @lago.diplo.de /@lago.auswaertiges-amt.de. Es werden keine E-Mails von privaten E-Mailpostfächern versandt!
  • Die deutschen Auslandsvertretungen raten strikt von der Inanspruchnahme von Visavermittlungsbüros ab. Sollten Sie eine E-Mail erhalten haben, die von einer deutschen Auslandsvertretung stammen soll und haben Sie Zweifel an der Echtheit der E-Mail, kontaktieren Sie die Auslandsvertretung am besten

Urkundenüberprüfung

Aufgrund der geringen Urkundensicherheit und hohen Fälschungsdichte bei nigerianischen Urkunden, wurde die Legalisation in Nigeria bereits im Jahr 2000 durch das Auswärtige Amt eingestellt. Die Legalisation wird seither nicht mehr angeboten.

Anstelle der Legalisation kann zum Beweis der Echtheit einer Urkunde, wie etwa Heiratsurkunde oder Geburtsurkunde, das Urkundenüberprüfungsverfahren treten. Sie wird bei der Beantragung eines Visums zum dauerhaften Aufenthalt in Deutschland (Familienzusammenführung), bei der erstmaligen beantragung eines deutschen Reisepasses für ein in Nigeria geborenes Kind, bei der Registrierung von Auslandseheschließungen und Auslandsgeburten uvm. regelmäßig durchgeführt. Die aktuellen Merkblätter entnehmen Sie bitte der jeweiligen Übersichtsseite zu der von Ihnen begehrten Amtshandlung.

Schließlich bietet das Generalkonsulat Lagos auch Urkundenüberprüfungen im Rahmen der Amtshilfe für deutsche Behörden an. Alle weiteren Informationen hierzu sowie zum Internationen Urkundenverkehr im Allgemeinen finden Sie unter folgendem Link:

Konsularinfo - Internationaler Urkundenverkehr


Deutsche Staatsangehörige, in Ausnahmefällen auch Staatsangehörige anderer Staaten, können bei den deutschen Auslandsvertretungen in Nigeria als Nachweis ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit eine Verpflichtungserklärung abgeben, z.B. im Zusammenhang mit einem Visumantrag.

Dazu muss der Verpflichtungsgeber bzw. Einlader persönlich -je nach Wohnsitz - beim Generalkonsulat in Lagos oder der Botschaft in Abuja vorsprechen und folgende Dokumentemit je 2 Kopien vorlegen:

  • Datenseite (Fotos-Seite) seines Reisepasses
  • Datenseite des Passes der einzuladenen Person
  • Einkommensnachweise des Einladers für die letzten 3 Monate (z.B. Gehaltsbescheinigung, Kontoauszüge oder sonstige geeignete Nachweise)
  • Gebühr von € 29,- (bar in Naira je Wechselkurs)

Die persönliche Vorsprache mit kompletten Unterlagen ist nur nach vorheriger Terminbuchung möglich.

Bitte beachten Sie: Das Original der Verpflichtungserklärung muss der Visa-Antragsteller bereits zum Interview-Termin vorlegen. Die Abgabe der Verpflichtungserklärung durch den Einlader am gleichen Tag ist daher nicht möglich, sondern muss vorher erfolgen.

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