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Historie der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria

05.02.2018 - Artikel

Historie der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria

Präsident Joachim Gauck in Nigeria
Präsident Joachim Gauck in Nigeria© dpa

Seit dem Amtsantritt des ersten gewählten Präsidenten Obasanjo (1999-2007) nach Ende der Militärregierung im Mai 1999 haben sich die bilateralen Beziehungen wieder intensiviert. Obasanjos Nachfolger, Präsident Umaru Yar’Adua (2007-2010) und Goodluck Jonathan (2010-2015) waren gleichfalls bestrebt, ein enges Verhältnis zu Deutschland aufzubauen. Der erste Besuch des neu gewählten Präsidenten Buhari außerhalb Afrikas nach Amtsantritt galt am 7./8. Juni 2015 dem G7-Gipfel in Elmau. Für die Bundesregierung ist Nigeria ein wichtiger Partner in Afrika mit einer profilierten Rolle in der Förderung von Stabilität und Demokratie auf dem Kontinent und mit großem wirtschaftlichem Potenzial.

Bundeskanzlerin Merkel besuchte Abuja im Juli 2011. Es handelte sich um die erste Visite eines nicht-afrikanischen Regierungschefs in Nigeria nach der Wahl von Staatspräsident Jonathan vom April 2011. Im Ergebnis der Gespräche wurde die Einrichtung einer binationalen Kommission beschlossen, um die Beziehungen auszuweiten und zu intensivieren. 

Im Rahmen des Besuchs von Präsident Jonathan in Berlin am 19./20.04.2012 nahmen die Arbeitsgruppen der binationalen Kommission zu den Themen Politik, Wirtschaft, Energie, Kultur und Migration ihre Arbeit auf. Die erste Plenarsitzung der binationalen Kommission fand anläßlich des Besuchs des damaligen Außenministers Westerwelle in Abuja am 02.11.2012 statt. Am 21.10.2014 leiteten Außenminister Steinmeier und sein nigerianischer Amtskollegen Aminu Wali die zweite Plenarsitzung in Berlin. Am 27.10. 2014 besuchte Außenminister Steinmeier gemeinsam mit seinem französischen Kollegen Fabius Nigeria.

Neben dem Ausbau der bilateralen Beziehungen einschließlich des Wirtschaftsaustauschs geht es bei deutsch-nigerianischen Gesprächen zumeist um die Lage in Nigeria (insbesondere seit dem Anstieg der Zahl der von Boko Haram verübten Anschläge) und um multilaterale Fragen, namentlich um Themen der Sicherheit und Entwicklung in Afrika, der Afrikanischen Union, der westafrikanischen Regionalorganisation ECOWAS sowie der Vereinten Nationen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Stand: Juni 2015

 

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