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Deutsche Institutionen in Nigeria

Deutsche Flagge

Deutsche Flagge, © photothek

22.11.2017 - Artikel

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Der deutsche akademische Austauschdienst, oder kurz DAAD, fördert jährlich weit über 100.000 deutsche und internationale Studierende und Wissenschaftler rund um den Globus – und ist damit die weltweit größte Förderorganisation seiner Art. Außerdem trägt er zur Internationalisierung der deutschen Hochschulen bei, unterstützt Entwicklungsländer beim Aufbau ihrer Bildungssysteme und fördert die Germanistik und deutsche Sprache im Ausland. Sein Berliner Künstlerprogramm zählt zu den international renommiertesten Stipendienprogrammen für Künstler.

Das Budget stammt überwiegend aus Bundesmitteln verschiedener Ministerien, vor allem des Auswärtigen Amtes, von der Europäischen Union sowie von Unternehmen, Organisationen und ausländischen Regierungen. In Bonn befindet sich die Zentrale, außerdem unterhält der DAAD ein Hauptstadtbüro in Berlin, dem auch das renommierte Berliner Künstlerprogramm angegliedert ist. Ein Netzwerk von Außenstellen und Informationszentren hält Kontakt zu den wichtigsten Partnerländern auf allen Kontinenten und berät vor Ort.

Im Jahr 2013 hat der DAAD inklusive der EU-Programme fast 120.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Das Angebot reicht vom Auslandsjahr für junge Studierende bis zum Promotionsstudium, vom Praktikum bis zur Gastdozentur, vom Informationsbesuch bis zum Aufbau von Hochschulen im Ausland. Die Förderentscheidungen werden durch ehrenamtlich tätige, unabhängige Auswahlkommissionen getroffen. Die Kommissionsmitglieder werden vom DAAD-Vorstand nach bestimmten Grundsätzen berufen. Die internationalen Aktivitäten deutscher Hochschulen unterstützt der DAAD durch Marketingdienstleistungen, Publikationen, Veranstaltungen und Fortbildungen.

DAAD-Lektorenprogramm

Der DAAD vermittelt rund 500 Lektorinnen und Lektoren vorrangig im Fach Germanistik / Deutsch als Fremdsprache an Hochschulen in über 110 Ländern. In einzelnen Ländern gibt es auch Lektorate für andere Fachrichtungen, z.B. Jura, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte etc. Jährlich werden ca. 100 dieser 500 attraktiven Stellen für Nachwuchswissenschaftler ausgeschrieben. Die hierfür erforderlichen Mittel werden dem DAAD vom Auswärtigen Amt zur Verfügung gestellt. 

Kooperationen und Hochschulprojekte

Mit seinen Kooperations- und Partnerschaftsprogrammen fördert der DAAD stabile Austauschbeziehungen zwischen deutschen und ausländischen Hochschulen. Die gemeinschaftlichen Projekte tragen zur Steigerung der Profilbildung und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hochschulen bei und unterstützen in Entwicklungs- und Schwellenländern den Ausbau leistungsfähiger Hochschulsysteme. 

Stipendienprogramme
Der DAAD und viele weitere Organisationen fördern Studien-, Lehr- und Forschungsaufenthalte von Deutschen im Ausland und von Ausländern in Deutschland. Die Möglichkeiten reichen von Zuschüssen zu Kongressreisen über Doktorandenstipendien bis hin zu Jahresstipendien für Studierende.

Wenn Sie sich für eine Tätigkeit als DAAD-Lektor an einer nigerianschen Hochschule interessieren oder auf der Suche nach einem Stipendium sind, besuchen Sie die Website des DAAD. Hier finden Sie übrigens auch interessante Informationen über die nigerianische Bildungs- und Hochschullandschaft sowie Tipps zum Umzug nach und Leben in Nigeria!

DAAD Länderinformationen zu Nigeria

Informationen des DAAD zum Hochschul- und Bildungswesen in Nigeria sowie zu Studienprogrammen, Kooperationen, Hochschulprojekten und vielem mehr.

DAAD Länderinformationen zu Nigeria

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Die internationale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Nigeria reicht zurück bis in das Jahr 1974. Seit 2004 unterhält die GIZ ein Landesbüro in der Hauptstadt Abuja. Derzeit arbeiten 37 entsandte Fachkräfte, 187 nigerianische und regionale Fachkräfte sowie 4 integrierte Fachkräfte für die GIZ in dem Land.

Nigeria ist die größte Volkswirtschaft Afrikas. Mit mehr als 177 Millionen Einwohnern, umfangreichen natürlichen Ressourcen und einer zunehmenden Diversifikation der Wirtschaft ist Nigeria nicht nur eine Regionalmacht, sondern eine an Bedeutung gewinnende Gestaltungsmacht auf dem afrikanischen Kontinent und in der Welt. Das Land steht allerdings vor großen Herausforderungen: Die beachtlichen Erträge aus der Erdölförderung hatten bisher kaum armutsreduzierende Wirkung. Immer noch leben mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in extremer Armut. Aktuell geben fallende Ölpreise, die Abwertung der Landeswährung und die nur langsame Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die steigende Inflation weiterhin großen Anlass zu Besorgnis.

Entsprechend den Vereinbarungen zwischen der nigerianischen und der deutschen Regierung konzentriert sich die GIZ in ihrer Tätigkeit seit 2002 auf die Schwerpunkte Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Energie. Mit dem Programm „Breitenwirksame Wachstums- und Beschäftigungsförderung in Nigeria“ (SEDIN) soll die gewinnbringende Beschäftigung in kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen vorangetrieben und der Zugang zu Finanzdienstleistungen verbessert werden. Zurzeit ist das Vorhaben in Abuja und den Bundesstaaten Niger, Ogun und Plateau aktiv.

Im Rahmen des Schwerpunkts Energie berät die GIZ die nigerianischen Partner in Bezug auf die Verbesserung von Rahmenbedingungen, Zugang, Nutzung und Investitionen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Elektrifizierung ländlicher Gebiete.

Darüber hinaus ist die GIZ in den Bereichen Bildung, Sicherheit, Landwirtschaft und Regionale Integration tätig. Neben einem Programm zur Unterstützung der nationalen Polizeistrukturen trägt die GIZ zur Initiative Sichere Schule der nigerianischen Regierung bei, durch die Schülern, die vom Aufstand im Nordosten des Landes betroffen sind, der Unterricht ermöglicht werden soll.

Die GIZ unterstützt die nigerianische Komponente eines globalen Programms, das zum Ziel hat, die Einkommens-, Beschäftigungs- und Ernährungssituation in der Landwirtschaft zu verbessern.

Auf regionaler Ebene stärkt die GIZ die ECOWAS-Kommission (Economic Community of West African States) in den Bereichen Organisationsentwicklung, Handels- und Zollpolitik sowie Friedens- und Sicherheitspolitik. Durch zwei regionale Programme werden die Wettbewerbsfähigkeit und der Marktzugang kleiner Reis- und Kakaobauern gefördert, wodurch sich erhebliche Verbesserungen der Existenzgrundlage und Ernährungssicherheit einkommensschwacher Landwirte ergeben.

Ein besonderes Merkmal der GIZ in Nigeria sind die umfangreichen Kofinanzierungen, vor allem durch die Europäische Union (EU) und die Bill & Melinda Gates Foundation. Durch diese zusätzlichen Mittel werden die aktiven Vorhaben ausgeweitet und intensiviert, wodurch sich die Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Nigeria verstärkt. Hier gelangen Sie auf der Webseite der GIZ.

Friedrich Ebert-Stiftung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist eine deutsche politische Stiftung, welche den Ideen und Werten der Sozialdemokratie verpflichtet ist. Das FES-Regionalbüro in Abuja wurde im Jahr 2004 eingerichtet. Seitdem arbeitet FES Westafriak, unterstützt durch sieben Landesbüros in Benin, der Elfenbeinküste, Ghana, Mali, Nigeria und im Senegal als auch im benachbarten Kamerun, an der Förderung demokratischer Regierungsführung, des Friedens und der Sicherheit in der Region.

Als ein glühender Verfechter regionaler Integration ist die FES Westafrika formelle Beziehungen sowohl mit der ECOWAS Kommission und dem ECOWAS Parlament als auch mit regionalen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Think-Tanks eingegangen. Außerdem unterhält das Büro exzellente Arbeitsbeziehungen mit den Streitkräften, Sicherheitsdiensten und Wahlkommissionen in der Region. Aufbauend auf diesem Netzwerk versucht die FES, Fora für Reflektion, Dialog und einen Austausch zwischen Entscheidungsträgern und Zivilgesellschaft zu schaffen. In Nigeria organisiert die FES Westafrika regelmäßig Podiumsdiskussionen, welche unter dem Namen „Abuja Debates“ bekannt  Publikum einer Abuja Debate Veranstaltung (© FES Westafrka) geworden sind. Die Abuja Debates bringen hochrangige Repräsentanten westafrikanischer Insitutionen mit Vertretern des diplomatischen Korps, Wissenschaftlern und zivilgesellschaftlichen Aktivisten zusammen. Diese Fora dienen als Möglichkeit, informell über Themen regionaler Sicherheit zu diskutieren und sich zu vernetzen. Die Abuja Debate haben sich zu einem Aushängeschild für Veranstaltungen der FES Westafrika entwickelt und werden weiterhin einen wichtigen Teil der Arbeit des Büros in der Öffentlichkeit repräsentieren.

Mehr über die FES Westafrika erfahren Sie auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Goethe-Institut Nigeria

Das weltweit tätige Kulturinstitut Deutschlands. Mehr über Deutschkurse, Deutschprüfungen, Kulturaustausch, Informationen über Deutschland erfahren Sie hier.

Heinrich-Böll-Stiftung

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist seit 1995 in Nigeria aktiv, im Jahre 2002 wurde das Lagos-Büro erstmals mit einem entsandten Auslandsmitarbeiter besetzt. Seit April 2011 befindet sich das Landesbüro in der Hauptstadt Abuja. Von dort unterstützt die Stiftung weiterhin den Demokratisierungsprozess des Landes durch Förderung und Stärkung zivilgesellschaftlicher und anderer Akteure. Das Verbindungsbüro Lagos arbeitet zu Themen rund um die Megacity.

Mit nigerianischen Partnerorganisationen arbeitet unser Stiftungsbüro zu grünen Politikansätzen, die gendersensible und sozial inklusives Wachstum ermöglichen.

Das Büro organisiert Veranstaltungen zu aktuellen Themen, berät Partner bei Projektkonzeption und -durchführung und bietet Fortbildungen an. Zur Webseite der Stiftung.

Konrad-Adenauer-Stiftung

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Leitprinzipien der Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Die KAS ist eine Politische Stiftung, die der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) nahesteht. Als Mitbegründer der CDU und erster deutscher Bundeskanzler verband Konrad Adenauer (1876-1967) christlich-soziale, konservative und liberale Traditionen. Sein Name steht für den demokratischen Wiederaufbau Deutschlands, die außenpolitische Verankerung in einer transatlantischen Wertegemeinschaft, die Vision der europäischen Einigung und die Orientierung an der Sozialen Marktwirtschaft. Sein geistiges Erbe ist uns weiterhin Aufgabe und Verpflichtung zugleich.

Nigeria ist ein gleichzeitig faszinierendes wie erschreckendes Land: voller Chancen und Möglichkeiten mit seinen über 150 Mio. Menschen, riesigen Öl- und Gasvorräten, Mineralien und anderen Ressourcen, Klimazonen vom Sahelrand im Norden bis zum tropischen Regenwald und Mangrovensümpfen im Süden. Niederdrückend durch seine Probleme: ethno-religiös gefärbte Konflikte, Streit um die Verteilung der Einnahmen aus dem Ölgeschäft, grenzenlose Armut auf der einen Seite (ca. 2/3 der Bevölkerung müssen von weniger als zwei US Dollar am Tag leben) und obszönem Reichtum auf der anderen Seite. Lange Jahre der Militärherrschaft und wahrhaft schlechte Regierungsführung hatten Nigeria zu einem Pariah der Staatenwelt gemacht, in dem Korruption und Missachtung der Rechtsstaatlichkeit geradezu grundlegende Ordnungsprinzipien waren.

Seit 1999 hat Nigeria eine gewählte Zivilregierung, zunächst unter Präsident Obasanjo, ab 2007 unter Präsident Yar' Adua, der 2010 im Amt verstarb und seither unter Präsident Goodluck Jonathan, der im April 2011 in relativ fairen Wahlen wiedergewählt wurde.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat ihre eigene „Vision Nigeria: Demokratie, Rechtsstaat und Wohlstand für alle“ entwickelt und möchte das Land dabei unterstützen, diese Ziele zu verwirklichen. Dies tut sie besonders durch politische Bildung und Beratung. Mehr erfahren Sier hier.

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