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Deutsch-Nigerianische Entwicklungszusammenarbeit

05.02.2018 - Artikel

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Deutsch-Nigerianische Entwicklungszusammenarbeit

Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit mit Nigeria ist die nachhaltige Wirtschaftsförderung mit einem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen. Zudem gibt es ein Beratungsprogramm im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Die Bundesregierung unterstützt durch die finanzielle Zusammenarbeit auch die Bekämpfung von Polio in Nordnigeria. Ein Programm zur finanziellen Unterstützung von Kleinbauern soll deren Marktchancen verbessern. Mit Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist Deutschland auch am Aufbau der Nigerianischen Entwicklungsbank wesentlich beteiligt.

Insgesamt belaufen sich die Mittelzusagen an Nigeria seit Beginn der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit auf rund 500 Millionen Euro. Davon entfallen rund zwei Drittel auf die finanzielle Zusammenarbeit und ein Drittel auf die technische Zusammenarbeit.

Stand: Juni 2015

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Akteure der deutsch-nigerianischen Entwicklungszusammenarbeit

Neben der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH  sind in Nigeria auch verschiedene deutsche Nicht-Regierungsorganisationen und die KfW in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv. Mehr Informationen zu den deutschen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit in Nigeria finden Sie hier.

KfW - Bank aus Verantwortung

Die KfW Bankengruppe engagiert sich weltweit. In Entwicklungs- und Schwellenländern beginnt ihr Wirken schon weit vor dem wirtschaftlichen Engagement deutscher Unternehmen. Die KfW unterstützt den Aufbau funktionierender Rahmenbedingungen und einer entsprechenden wirschaftlichen und sozialen Infrastruktur. Sie bekämpft die Armut und schützt das Klima. Und sie unterstützt die deutsche und europäische Exportwirtschaft und finanziert unternehmerische Investitionen, Exporte und Importe.

In Nigeria unterstützt die KfW Entwicklungsbank das Land seit langem dabei, den Poliovirus auszurotten. Darüber hinaus werden die wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung durch verschiedene Vorhaben im Finanzsektor landesweit gefördert. So hat die KfW gemeinsam mit Nigeria den Fund for Agricultural Finance in Nigeria (FAFIN) gegründet, der kleinen und mittleren Unternehmen im Agrarsektor Mittel für Investitionen zur Verfügung stellt. Zu den Begünstigten gehören Saatgut- und Düngemittelhersteller ebenso wie Betreiber von Lagerhallen oder Verarbeiter von Cassava, Reis oder Tee. Der Fonds verfolgt das Ziel, wirtschaftlich nachhaltig zu sein und so auch privates Kapital anzuziehen.

Zudem ist die KfW an zwei Mikrofinanzinstitutionen beteiligt, die Mikro-Unternehmen mit Kleinstkrediten versorgen und auch Kredite zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen vergeben. Die KfW hält in beiden Instituten Aufsichtsratssitze, um die entwicklungspolitisch sinnvolle Geschäftspolitik sicherzustellen. Mit Erfolg: Sowohl die Advans Lafayette Bank als auch die AB Microfinance Bank haben die Gewinnschwelle überschritten. Bei beiden wächst das Kreditportfolio, der Anteil säumiger Kreditnehmer ist gering. Weil sie ihre Kunden fair und transparent behandeln, wächst mit dem Vertrauen auch der Kundenstamm stetig an.

Ein weiteres Projekt der KfW ist der Clean Cooking Fund, der es Haushalten mit niedrigem Einkommen ermöglichen soll, saubere Brennstoffe wie Gas zum Kochen zu verwenden. Dafür werden Kredite an Haushalte oder Unternehmen vergeben


Nigeria gehört zu den drei letzten Ländern der Erde, in denen Polio (Kinderlähmung) noch immer regelmäßig auftritt. Neben Afghanistan und Pakistan ist die Krankheit auch in Nigeria noch häufig, doch konnten die Erkrankungen deutlich zurückgedrängt werden. Die Weltgemeinschaft hat sich 1988 vorgenommen, Polio weltweit endgültig auszurotten. Um auch die letzten drei Länder von der Infektion zu befreien, haben die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Kinderhilfswerk UNICEF die weltweite Global Polio Eradication Initiative (GPEI) ins Leben gerufen. Die KfW Entwicklungsbank unterstützt dieses Programm in Nigeria. Ziel ist es, alle Kinder unter fünf Jahren auch in den nördlichen Regionen durch eine Impfung vor dem Polio-Virus zu schützen.

Doch im Norden Nigerias verbreiten Terrorgruppen Angst und Schrecken. Die fundamentalistisch-islamischen Gruppierungen bedrohen auch Ärzte und Impfhelfer. Einige mussten bereits mit dem Leben für ihr Engagement bezahlen. Daher fördert die KfW eine „Hit-and-run“-Strategie, bei der die Impfkampagnen erst kurz vor dem Start bekannt gegeben und schnell wieder beendet werden. Ein Sicherheitskonzept schützt die Gesundheitshelfer bei ihren Einsätzen in den gefährlichen Regionen.

Gleichzeitig leistet das Programm einen Beitrag zur Erreichung der Millenniumentwicklungsziele (Millenium Development Goals/MDG), nämlich zum MDG 4, Verbesserung der Kindergesundheit.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der KfW.

Copyright Text: KfW

MISEREOR – Mut zu Taten – In Nigeria und weltweit

MISEREOR, das Hilfswerk der katholischen Kirche, hilft den Ärmsten der Armen. Gemeinsam mit einheimischen Partnern unterstützen wir Menschen jeden Glaubens, jeder Kultur, jeder Hautfarbe. Seit 1958 - in  über 103.000 Projekten - in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika.

MISEREOR begann die Förderung von Entwicklungsprojekten der katholischen Kirche in Nigeria schon 1959, ein Jahr nach Gründung des Hilfswerkes. Seitdem haben Misereor und die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe e. V. (KZE) bereits über 2000 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 100 Millionen Euro in Nigeria unterstützt. Für die Förderung der Entwicklungsprojekte kann Misereor nicht nur auf private Spenden und Kirchensteuermittel zurückgreifen, sondern auch auf Mittelzuweisungen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Als kirchliches Hilfswerk fördert Misereor in Nigeria vor allem Partner aus der katholischen Kirche des Landes, die ihre Entwicklungsarbeit durch ihre Organisation „Justice, Development, Peace and Caritas” (JDPC) gestaltet. Andere Partner sind sozial engagierte religiösen Orden und Nichtregierungsorganisationen, die sich komplementär zur kirchlichen Entwicklungsarbeit engagieren.

Im ganzen Land fördert Misereor eine große Bandbreite von Projekten mit unterschiedlicher thematischer Fokussierung. Schwerpunkte sind die Bereiche gute Regierungsführung und Bürgerbeteiligung, Reformierung des Justiz- und Gefängnissektors sowie nachhaltige Landwirtschaft und Unterstützung von Kleinbauern. Daneben fördert Misereor viele weitere Projekte, unter anderem im Bereich Friedensarbeit und interreligiöser Dialog, in der ländlichen Trinkwasserversorgung, sowie in der Förderung der Menschenrechte, insbesondere mit Blick auf die Rechte von Frauen, Jugendlichen und Kindern.

Für mehr Informationen besuchen Sie MISEREOR

FES Westafrika: Foren schaffen für einen inklusiven Dialog über Themen regionaler Sicherheit

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist eine deutsche politische Stiftung, welche den Ideen und Werten der Sozialdemokratie verpflichtet ist. Das FES-Regionalbüro in Abuja wurde im Jahr 2004 eingerichtet. Seitdem arbeitet FES Westafriak, unterstützt durch sieben Landesbüros in Benin, der Elfenbeinküste, Ghana, Mali, Nigeria und im Senegal als auch im benachbarten Kamerun, an der Förderung demokratischer Regierungsführung, des Friedens und der Sicherheit in der Region.

Als ein glühender Verfechter regionaler Integration ist die FES Westafrika formelle Beziehungen sowohl mit der ECOWAS Kommission und dem ECOWAS Parlament als auch mit regionalen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Think-Tanks eingegangen. Außerdem unterhält das Büro exzellente Arbeitsbeziehungen mit den Streitkräften, Sicherheitsdiensten und Wahlkommissionen in der Region. Aufbauend auf diesem Netzwerk versucht die FES, Fora für Reflektion, Dialog und einen Austausch zwischen Entscheidungsträgern und Zivilgesellschaft zu schaffen. In Nigeria organisiert die FES Westafrika regelmäßig Podiumsdiskussionen, welche unter dem Namen „Abuja Debates“ geworden sind. Die Abuja Debates bringen hochrangige Repräsentanten westafrikanischer Insitutionen mit Vertretern des diplomatischen Korps, Wissenschaftlern und zivilgesellschaftlichen Aktivisten zusammen. Diese Fora dienen als Möglichkeit, informell über Themen regionaler Sicherheit zu diskutieren und sich zu vernetzen. Die Abuja Debate haben sich zu einem Aushängeschild für Veranstaltungen der FES Westafrika entwickelt und werden weiterhin einen wichtigen Teil der Arbeit des Büros in der Öffentlichkeit repräsentieren.

Mehr über die FES Westafrika erfahren Sie auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung informiert auf seiner Website über die Entwicklungszusammenarbeit mit Nigeria.

Informationen des BMZ: Nigeria - Situation und Zusammenarbeit

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